Ich will Beats bauen…leider habe ich keinen Plan davon.?

 

 

01. Besorge Dir eine gute Musik Software z.B. Ableton, Fruity Loops oder Cubase. (Jede Software kannst du vorher mit einer Demo testen)
(Falls man sich noch nicht so in der Audio Welt auskennt, reicht auch ertsmal eine Demo für den Magix Hip hop Maker)

02. Besorge Dir ein Audio Interface. Am besten eignet sich dafür ein USB Studio Mischpult mit integriertem Audio Interface. Das ganze für kleines Geld. (Produktempfehlungen findest Du auf unserer seite im Support Bereich)

03. Lege Dir eine eigene Sample Library zu z.B. aus Free Drum Kits, Sample Packs, Oldies, alte Jazz sachen, Soundtracks u.s.w. Bekommt man alles im Internet for free oder für kleines Geld.(Ich empfehle alles im wave Format zu besorgen)

04. Sortiere deine Samples nach Kategorien wie zum Beispiel Kicks, Snares, HiHats, Bass, Synthie, Vocals etc.

05. Stimme deine Samples herunter für HipHop. Stimme deine Drums hoch für Dance und Techno.

06. Beginne zunächst mit dem einfachen Beat aus Kick Drum, Snare & HiHat und dann legst du irgendwann ein Sample darüber.

07. Wenn Du einen guten Drumloop gebaut hast, speicher diesen auch für eventl. spätere Tracks oder Beats ab.

08. Wenn Du einen eigenen Groove haben möchtest, dann setze die einzelenen Samples des DrumLoop nicht exzakt on Point. Etwas davor oder dahinter. Die Variation erzeugt den Groove. Je elektronischer dein Song klingen soll, desto exakter dürfen die Samples gesetzt sein.

09. Layering(Doppelte Spuren) ist eine gute Methode, um einen fetteren Sound zu machen.

10. Wenn der Groove beim Beat bauen irgendwie nicht stimmt, dann verlangsame die Wiedergabe beim Abhören, um den Fehler einfach finden zu können.

11. Nutze den Equalizer, um unnötige Frequenzen einfach wegzufiltern oder zumindest abzusenken.

12. Für einen ausgewogeneren Klang kannst Du auf die Drum-Gruppenspur einen Kompressor oder noch besser einen Multiband-Kompressor legen.

13. Bei Hip Hop sind oftmals relativ simple Beats die bessere Wahl.

14. Drehe das Sample um, vielleicht hört es sich so besser an.

15. Experimentiere mit der Länge des Samples.

16. In so gut wie allen Musikarten ist 4/4 Takt Standard. Die Geschwindigkeit (BPM) ist je nach Genre unterschiedlich. Im Hip Hop liegt das Tempo bei ca. 70-100 BPM. Beim Techno eher bei 110 – 135 BPM.

17. Beim Equalizing der Drums ist Absenken besser als Anheben der Frequenzen.

18. Wenn Du beim Beat bauen Breaks produzierst, dann beginne damit, einzelne Spuren einfach für kurze Zeit auszuschalten.

19. In der Hook kannst du zusätzliche Spuren bei den Drums hinzunehmen (beispielsweise ein Tambourine oder einen Shaker), um mehr Schwung zu bekommen.

20. Eine fettere Kick entsteht zum Beispiel dann, wenn du einen ganz tiefen SubBass als Spur hinzufügst.

21. Mehr Natürlichkeit erhältst Du, wenn Du nicht nur ein einziges Sample für jedes Intrument nutzt, sondern verschiedene nutzt, die je nach Anschlagsstärke gespielt werden.

22. Sei sehr sorgfältig bei der Auswahl der richtigen Samples. Das Sample muss für sich genommen schon fett klingen

23. Nutze das volle Stereopanorama aus und lass nur Kick und Snare in der Mitte sitzen.

24. Abschlüsse/Akzente kannst Du mit den Crash-Becken (Cymbals) erzeugen. Benutze auch Fill ins für Breaks und Bridges.

25.  Wenn dein Beat rotziger und frecher klingen soll, kannst Du ihn durch ein Overdrive, Redux, BitCrash oder ein Distorsion-Effekt schicken.

26. Besonders gut funktioniert, den Grundbeat selbst zu bauen und dann Percussion-Loops darüber zu legen.

27. Wenn Du ein Break machst, schalte die Spuren nicht einfach aus, sondern filtere diese mit einem Lowpass- oder Highpass-Filter und lass sie leise im Hintergrund spielen.

28. Die Beatlänge ist in der Regel ca. 3 min, also 2×16 Takte und 2xHook.

29. Benutze auf der Masterspur zum Mastering zu Anfang einen normalen Limiter und  Kompressor oder Multibandkompressor.

30. In der Regel wird der Beat als Wave format exportiert. Bei der Umwandlung zu Mp3 sollte man die Qualität immer auf 320 kbit/s stellen. Dadurch bleibt der Qualitätsverlust sehr gering.

 

Mit diesen Tipps solltet ihr eigentlich einen guten Start in die Materie haben.

Viel Erfolg beim Basteln!

 

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